{"id":16206,"date":"2023-01-04T06:28:00","date_gmt":"2023-01-04T05:28:00","guid":{"rendered":"https:\/\/c01.purpledshub.com\/alh-editor\/?p=16206"},"modified":"2023-01-05T14:08:52","modified_gmt":"2023-01-05T13:08:52","slug":"welle-trifft-engpass","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/c01.purpledshub.com\/alh-editor\/2023\/01\/04\/welle-trifft-engpass\/","title":{"rendered":"Welle trifft Engpass"},"content":{"rendered":"\n<p>Derzeit sind die Warter\u00e4ume vieler Kinderarztpraxen voll und auch die Kinderkliniken \u00fcberlastet. Da stellen sich viele Eltern die Frage: Wann muss ich mit meinem kranken Kind tats\u00e4chlich \u00e4rztliche Hilfe suchen?<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDas h\u00e4ngt vom Allgemeinzustand des Kindes ab\u201c, erkl\u00e4rt Voitl. \u201eWenn ein Kind zum Beispiel lethargisch wirkt und Trinkunlust zeigt, ist ein Arztbesuch ratsam.\u201c Das Gleiche gelte, wenn es von Schmerzen oder hohem&nbsp;Fieber&nbsp;geplagt werde.<\/p>\n\n\n<figure><img src=\"https:\/\/c01.purpledshub.com\/alh-editor\/wp-content\/themes\/alh\/assets\/img\/previews\/alh-tipp.jpeg\"><\/figure>\n\n\n<h2 id=\"was-ist-hohes-fieber\">Was ist \u201ehohes\u201c Fieber?<\/h2>\n\n\n\n<p>Unter \u201ehoch&#8220; verstehen Mediziner eine K\u00f6rpertemperatur \u00fcber 39 Grad Celsius. Solche Messwerte bei ihrem Kind sind f\u00fcr Eltern oft erschreckend. Allerdings kriegen Kinder (vor allem Kleinkinder) grunds\u00e4tzlich recht schnell Fieber und h\u00e4ufig auch mal \u00fcber 39 Grad.<\/p>\n\n\n\n<p>Das innere Aufheizen ist prinzipiell gut, schlie\u00dflich erf\u00fcllt es einen wichtigen Zweck: Das Immunsystem kann dann Krankheitserreger besser bek\u00e4mpfen. Solange ein Kind trotz Fieber recht munter ist und normal isst und trinkt, m\u00fcssen Eltern nichts gegen die erh\u00f6hte Temperatur tun, schreibt etwa die Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) auf ihrer Website.<\/p>\n\n\n\n<p>Anders ist es, wenn das Kind unter dem Fieber leidet, also zum Beispiel viel quengelt und weint. Und klettert die K\u00f6rpertemperatur weit nach oben, ist ein Fiebersenker generell ratsam \u2013 in der Regel bei einer Temperatur \u00fcber 40 Grad Celsius, empfiehlt die DGKJ. Unterst\u00fctzend k\u00f6nnen Eltern zu&nbsp;Hausmitteln&nbsp;greifen, etwa zu k\u00f6rperwarmen&nbsp;<a href=\"https:\/\/hallesche.gesundheitsportal-privat.de\/hausmittel\/wadenwickel\/\">Wadenwickeln<\/a>&nbsp;(nicht bei kalten Beinen!).<\/p>\n\n\n\n<p>Ganz wichtig bei allen fiebernden Kindern ist, dass sie ausreichend trinken \u2013 als Ausgleich f\u00fcr die Fl\u00fcssigkeit, die durch das&nbsp;Schwitzen&nbsp;verloren geht. Eltern sollten deshalb darauf achten, ob ihr fieberndes Kind normal an der Mutterbrust trinkt, beziehungsweise das Fl\u00e4schchen oder den Teebecher nicht verweigert.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"besonderes-augenmerk-auf-babys\">Besonderes Augenmerk auf Babys<\/h2>\n\n\n\n<p>Wie ernst Eltern Trinkunlust, Fieber und andere Krankheitssymptome bei ihrem Kind nehmen sollten, h\u00e4ngt auch von seinem Alter ab. \u201eBei S\u00e4uglingen ist man nat\u00fcrlich vorsichtiger als bei \u00e4lteren Kindern&#8220;, sagt Voitl. Eine Unterbrechung der Fl\u00fcssigkeitsversorgung l\u00e4sst die Kleinen n\u00e4mlich schneller&nbsp;austrocknen&nbsp;als etwa einen Achtj\u00e4hrigen. Warnzeichen daf\u00fcr sind zum Beispiel Teilnahmslosigkeit, eine eingesunkene Fontanelle (weiche Knochenl\u00fccke oben auf dem Kopf) und, wenn die Windel \u00fcber l\u00e4ngere Zeit trocken bleibt.<\/p>\n\n\n\n<p>Au\u00dferdem kann das derzeit grassierende&nbsp;<a href=\"https:\/\/hallesche.gesundheitsportal-privat.de\/krankheiten\/rs-virus\/\">Respiratorische Synzytial-Virus (RSV)<\/a>&nbsp;vor allem f\u00fcr Babys und Kleinkinder gef\u00e4hrlich werden. Eine RSV-Infektion verl\u00e4uft in dieser Altersgruppe n\u00e4mlich oft schwer und muss teilweise sogar station\u00e4r im Krankenhaus behandelt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch l\u00e4ngst nicht jeder Atemwegsinfekt ist durch RSV verursacht. Auch Grippe- und Coronaviren sowie diverse \u201enormale\u201c Erk\u00e4ltungsviren finden zurzeit viele Opfer. Aber solange eine Baby nur milde Symptome zeigt, g\u00e4be es im Allgemeinen keinen Grund zur Sorge, beruhigt Voitl: \u201eWenn ein Baby nur etwas verschnupft ist, braucht man mit ihm nicht zum Arzt gehen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"geduld-ist-gefragt\">Geduld ist gefragt<\/h2>\n\n\n\n<p>Viele Kinderarztpraxen sind derzeit sowieso derma\u00dfen \u00fcberlastet, dass sie nur wenige freie Termine haben. Diese Erfahrung machen viele Eltern, wenn sie am Telefon viertelstundenlang in der Warteschleife h\u00e4ngen oder mit ihrem Kind ein \u00fcbervolles Wartezimmer betreten.<\/p>\n\n\n\n<p>Nichtsdestotrotz ist ein niedergelassener Kinderarzt meist die erste Anlaufstelle besorgter Eltern \u2013 \u201eauch wenn das momentan eine l\u00e4ngere Anfahrtszeit und einige Stunden an Wartezeit bedeuten kann\u201c, betont der Experte.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"aerztlicher-bereitschaftsdienst\">\u00c4rztlicher Bereitschaftsdienst<\/h2>\n\n\n\n<p>Und was, wenn Eltern am Wochenende oder abends, sobald die Praxen geschlossen sind, einen Kinderarzt brauchen? Dann k\u00f6nnen sie sich an den \u00e4rztlichen Bereitschaftsdienst (\u00e4rztlichen Notdienst) wenden.<\/p>\n\n\n\n<p>In Deutschland bietet der Patientenservice der Kassen\u00e4rztlichen Bundesvereinigung die M\u00f6glichkeit, Praxen im \u00e4rztlichen Bereitschaftsdienst zu suchen. Wer unsicher ist, ob er mit seinem Anliegen beim \u00e4rztlichen Bereitschaftsdienst an der richtigen Stelle ist, kann unter der Telefonnummer 116117 nachfragen.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"rettungsdienst-nur-im-notfall\">Rettungsdienst nur im Notfall<\/h2>\n\n\n\n<p>Schnelle Hilfe ist in medizinischen Notf\u00e4llen gefragt \u2013 etwa wenn ein Kind das erste Mal einen&nbsp;<a href=\"https:\/\/hallesche.gesundheitsportal-privat.de\/krankheiten\/fieberkrampf\/\">Fieberkrampf<\/a>&nbsp;hat. Auch wenn dieser meist keine gesundheitlichen Folgen hat, sollten Eltern in so einem Fall m\u00f6glichst schnell den Kinderarzt oder Notarzt verst\u00e4ndigen. Das empfiehlt unter anderem die DGKJ.&nbsp;Richtig reagieren&nbsp;Eltern zudem, wenn sie ruhig bleiben, das Kind nicht allein lassen und seine Kleidung lockern, falls sie eng sitzt (etwa am Hals).<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Notfall ist es auch, wenn ein Kind zum Beispiel das Bewusstsein verliert oder&nbsp;zu wenig Sauerstoff bekommt. Letzteres zeigt sich etwa an einer schnellen, flachen&nbsp;Atmung. Auch eine blasse oder bl\u00e4ulich verf\u00e4rbte&nbsp;Haut, besonders im Bereich der Lippen und&nbsp;N\u00e4gel, signalisiert Atemnot. Dann sollten Eltern schnell den Rettungsdienst alarmieren (europaweite Notrufnummer: 112)!<\/p>\n\n\n\n<p>Nicht Aufgabe des Rettungsdienstes ist es dagegen, Patienten l\u00e4stige Wartezeit zu ersparen: Angesichts voller Arztpraxen und Notaufnahmen sind manche Eltern versucht, den Rettungswagen (RTW) f\u00fcr ihr Kind nur in der Hoffnung auf eine schnellere Behandlung zu rufen \u2013 und nicht etwa, weil es dem Spr\u00f6ssling so schlecht ginge.<\/p>\n\n\n\n<p>Kinderarzt Voitl h\u00e4lt das f\u00fcr einen \u201eMissbrauch des Systems\u201c. Bei einem lebensbedrohlichen Zustand wie Atemnot sei es nat\u00fcrlich richtig, den RTW zu rufen, nicht aber, wenn man damit nur langes Warten in einer Kinderarztpraxis vermeiden wolle. Zumal das oft auch gar nicht funktioniert: Bei gro\u00dfem Andrang, wie er derzeit vielerorts herrscht, behandeln \u00c4rzte in der Notaufnahme Patienten nach der medizinischen Dringlichkeit \u2013 und nicht nach dem Motto: Dran kommt, wer zuerst da war.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"entspannung-wohl-erst-im-januar\">Entspannung wohl erst im Januar<\/h2>\n\n\n\n<p>Auch die station\u00e4re Versorgung von Kindern bringt viele Kliniken derzeit an ihre Grenzen. Vielerorts gibt es kaum noch freie Betten. Als Reaktion darauf w\u00fcrden Kliniken verst\u00e4ndlicherweise kleine Patienten zum fr\u00fchestm\u00f6glichen Zeitpunkt nach Hause entlassen, sagt Voitl. Was dann aber passieren kann: \u201eDiese Kinder sitzen oft nach kurzer Zeit wieder bei uns Kinder\u00e4rzten im Wartezimmer.\u201c Diese insgesamt angespannte Situation werde wohl noch \u201ebis etwa Mitte J\u00e4nner\u201c andauern, sch\u00e4tzt der Kinderarzt.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"knappe-medikamente\">Knappe Medikamente<\/h2>\n\n\n\n<p>Es gibt aber noch eine zweite Sorge, die Eltern kranker Kinder umtreibt: der Engpass bei Arzneimitteln, \u00fcber den seit Wochen wiederholt in den Medien berichtet wird. \u201eAber eigentlich fehlen ja st\u00e4ndig irgendwelche Medikamente\u201c, sagt Voitl. Mal ist der Wirkstoff gerade knapp, dann wieder mangelt es an Verpackungsmaterial, die Auslieferung verz\u00f6gert sich oder die Nachfrage \u00fcbersteigt das Angebot.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie in vielen EU-L\u00e4ndern, sind fehlende Medikamente derzeit auch in Deutschland ein gro\u00dfes Thema. Beim Bundesinstitut f\u00fcr Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) sind zu 333 rezeptpflichtigen Pr\u00e4paraten Lieferengp\u00e4sse gemeldet (Stand: 18.12.2022). Zum Vergleich: 2021 waren es 381 Pr\u00e4parate, das Jahr zuvor \u2013 dem ersten Corona-Pandemiejahr \u2013 543. Und im Jahr 2019 belief sich die Zahl auf 355.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDazu muss man aber wissen, dass es sich hier um freiwillige Meldungen der Hersteller handelt\u201c, erkl\u00e4rt Christian Splett, Stellvertretender Pressesprecher der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverb\u00e4nde e.V. (ABDA), im Gespr\u00e4ch mit NetDoktor.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"andere-laender-andere-sitten\">Andere L\u00e4nder, andere Sitten<\/h2>\n\n\n\n<p>Bei aktuellen Medienberichten zu europaweiten Medikamentenengp\u00e4ssen sollte nicht vergessen werden, dass die Regelungen zur Meldung nicht \u00fcberall gleich gehandhabt werden. Ob und in welcher Form knappgewordene Medikamente gemeldet werden m\u00fcssen oder nicht, h\u00e4ngt von den jeweiligen Gesetzen ab. Somit sind die Zahlen nur mit Vorbehalt miteinander vergleichbar.<\/p>\n\n\n\n<p>Beispielsweise gibt es in Deutschland keine Meldepflicht seitens der Pharmaindustrie bei Engp\u00e4ssen zu verschreibungspflichtigen Medikamenten. In \u00d6sterreich dagegen gilt jede Vertriebseinschr\u00e4nkung rezeptpflichtiger Pr\u00e4parate seit April 2020 als meldepflichtig.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"blockbuster-neben-raritaeten\">Blockbuster neben Rarit\u00e4ten<\/h2>\n\n\n\n<p>Was noch zu ber\u00fccksichtigen ist: \u201eDie Liste enth\u00e4lt Blockbuster [<em>sehr umsatzstarke Pr\u00e4parate, Anm. der Red.<\/em>] ebenso wie Medikamente, die nur sehr selten verschrieben werden\u201c, erkl\u00e4rt Splett die Lieferengpassmeldungen beim BfArM.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Gleiche gilt f\u00fcr die Liste der vertriebseingeschr\u00e4nkten Medikamente in \u00d6sterreich. Manche der darin aufgef\u00fchrten Pr\u00e4parate sind seltener nachgefragt, andere gehen h\u00e4ufig \u00fcber die Ladentheke in Apotheken \u2013 sofern sie erh\u00e4ltlich sind.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"nicht-in-jedem-fall-ein-versorgungsengpass\">Nicht in jedem Fall ein Versorgungsengpass<\/h2>\n\n\n\n<p>Zum Gl\u00fcck ist aber nicht jede Vertriebseinschr\u00e4nkung oder jeder Lieferengpass gleichbedeutend mit einem Versorgungsengpass in der Bev\u00f6lkerung.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn ein bestimmtes Pr\u00e4parat etwa aufgrund von Produktionsproblemen oder kurzfristig starker Nachfrage gerade nicht erh\u00e4ltlich ist, haben \u00c4rzte und Apotheker meist die M\u00f6glichkeit, auf ein alternatives Medikament auszuweichen. Das kann zum Beispiel ein wirkstoffgleiches Pr\u00e4parat eines anderen Herstellers sein. Erst wenn das nicht mehr m\u00f6glich ist, droht ein Engpass in der Versorgung von Patienten.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"wie-steht-es-um-fiebersenker\">Wie steht es um Fiebersenker?<\/h2>\n\n\n\n<p>Ist das aktuell der Fall, wo unz\u00e4hlige Eltern etwa nach fiebersenkenden Medikamenten f\u00fcr ihre kranken Kinder fragen?<\/p>\n\n\n\n<p>In Deutschland sind lauf BfArM sowohl Ibuprofen- als auch Paracetamol-haltige Kinderarzneimittel (Z\u00e4pfchen und S\u00e4fte) aktuell nur eingeschr\u00e4nkt verf\u00fcgbar. Mit konkreten Empfehlungen an Apotheker und \u00c4rzte will das BfArM diesen Engpass abmildern. In \u00d6sterreich sind diese Mittel hingegen normal erh\u00e4ltlich.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"improvisieren-ist-angesagt\">Improvisieren ist angesagt<\/h2>\n\n\n\n<p>Beispielsweise sollen Arzt und Apotheker im Einzelfall pr\u00fcfen, ob man einem kranken Kind anstelle von Fiebersaft oder Fieberz\u00e4pfchen auch Tabletten \u2013 gegebenenfalls geteilt \u2013 geben kann. \u201eHier spielt aber nat\u00fcrlich das Alter des Kindes eine Rolle\u201c, erkl\u00e4rt ABDA-Sprecher Splett. &#8222;Manche Kinder sind noch zu klein, um Tabletten schlucken zu k\u00f6nnen.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Oft kann dann eine individuell in der Apotheke hergestellte Rezeptur weiterhelfen. Sofern die n\u00f6tigen Ausgangsstoffe verf\u00fcgbar sind, kann ein Apotheker beispielsweise einen Fiebersaft oder Z\u00e4pfchen f\u00fcr Kinder selbst herstellen. Das hat aber seinen Preis: \u201eHandarbeit kostet immer mehr als industriell hergestellte Ware\u201c, sagt Splett. Au\u00dferdem br\u00e4uchte es f\u00fcr solche Rezepturen ein separates Rezept vom Arzt.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"virulentes-problem\">Virulentes Problem<\/h2>\n\n\n\n<p>Alles in allem verlangt die aktuelle Infektionswelle Patienten (beziehungsweise deren Eltern), Medizinern, Pflegekr\u00e4ften und Apothekern sehr viel ab: Geduld, Improvisation, mehr Arbeit und mehr Kosten. \u201eEs ist nur jetzt virulent geworden.\u201c Jetzt, wo eine massive Infektionswelle auf den Engpass trifft und pandemie- sowie kriegsbedingte Probleme bei Produktion, Verpackungsmaterialien &amp; Co. die Situation noch versch\u00e4rfen.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"versorgungssicherheit-kostet\">Versorgungssicherheit kostet<\/h2>\n\n\n\n<p>Um das Problem urs\u00e4chlich zu l\u00f6sen, m\u00fcsste an mehreren Stellschrauben gedreht werden. Ein Problem ist etwa die breite Verlagerung der Arzneimittelproduktion nach Asien und die Konzentration auf oft nur wenige Hersteller weltweit. \u201eWir br\u00e4uchten in Europa wieder eine starke Produktion f\u00fcr wichtige Medikamentenwirkstoffe\u201c, fordert daher Thomas Benkert, Pr\u00e4sident der Bundesapothekerkammer in Deutschland<sup>2<\/sup>. Die gleiche Meinung vertrat seine \u00f6sterreichische Kollegin, Ulrike Mursch-Edlmayr, im ZIB2-Interview.<\/p>\n\n\n\n<p>Dar\u00fcber hinaus m\u00fcsse die Politik f\u00fcr die Beschaffung von Arzneimitteln mehr Geld in die&nbsp;<a href=\"https:\/\/hallesche.gesundheitsportal-privat.de\/anatomie\/hand\/\">Hand<\/a>&nbsp;nehmen. Der Preis war n\u00e4mlich bislang meist wichtiger als die Verf\u00fcgbarkeit von Medikamenten. Dass sich das Sparen am falschen Ende nicht auszahlt, erkannte nun auch der deutsche Bundesgesundheitsminister: \u201eWir sind auch in diesem Bereich mit der \u00d6konomisierung zu weit gegangen\u201c, zeigt sich Karl Lauterbach laut ZEITonline<sup>3<\/sup>&nbsp;einsichtig.<\/p>\n\n\n\n<p>Das soll sich nun \u00e4ndern, was wohl viele Akteure im Gesundheitswesen begr\u00fc\u00dfen. &#8222;Die Versorgungssicherheit ist nicht zum Nulltarif erh\u00e4ltlich&#8220;, betont auch ABDA-Sprecher Splett. &#8222;Das sollte sie der Gesellschaft aber wert sein.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p><em><sup>1<\/sup>Bundesinstitut f\u00fcr Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM): 12.12.2022 \u2013 Dringende Empfehlung des Beirats zur eingeschr\u00e4nkten Verf\u00fcgbarkeit von paracetamol- und ibuprofenhaltigen Arzneimitteln, unter: www.bfarm.de (Abrufdatum: 18.12.2022)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em><sup>2<\/sup>Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverb\u00e4nde e.V. (ABDA): &#8222;Benkert und Fink informieren \u00fcber Lieferengp\u00e4sse&#8220; (23.11.2022), unter: www.abda.de (Abrufdatum: 18.12.2022)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em><sup>3<\/sup>ZEITonline: \u201eKarl Lauterbach sichert Unterst\u00fctzung f\u00fcr Kindermedizin zu\u201c, 15.12.2022, unter: www.zeit.de (Abrufdatum: 18.12.2022)<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>RSV, Grippe, Covid-19, Erk\u00e4ltungen: Seit Wochen rollt eine gro\u00dfe Infektionswelle besonders durch die junge Bev\u00f6lkerung. Fiebernde, hustende, verschnupfte Kinder an allen Ecken. 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